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Die Bundesbahnmusikkapelle Bischofshofen...

bbmusik

... besteht im Jahr 2009 aus insgesamt 58 aktiven MusikerInnen (41 männlich, 17 weiblich) sowie 2 Marketenderinnen. 33 unserer Mitglieder sind unter 30 Jahre alt und gehören somit zur Jugend. Franz Stranger jun. ist seit 2006 als Obmann tätig und Horst Egger ist seit 2000 Musikalischer Leiter und Stabführer der BB-Musik.

Der Vorstand:
Franz Stranger, Obmann
Herrmann Fleißner, Obmann-Stellvertreter
Horst Egger, Kapellmeister und Stabführer
Werner Kemetinger, Kapellmeister-Stellvertreter
Rupert Obermoser, Kassier
Gerhard Stranger, Kassier-Stellvertreter
Stefan Stranger, Schriftführer und Jugendreferent
Renate Lechner, Kämmerin
Johann Rohrmoser, Notenarchivar
Sebastian Burger, Instrumentenwart

Eine kurze Chronik der Musikkapelle...

Im Juli 1896 fand im Gasthof Kössner eine Eisenbahnerversammlung statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde eine Idee geboren, die heutige Bundesbahnmusikkapelle Bischofshofen zu gründen. Franz Ablinger, der "Vater" dieser Idee, scharte innerhalb kürzester Zeit aus den Reihen der Eisenbahner 22 Mann zusammen, die wiederum von 5 ausgebildeten Musikern unterrichtet wurden.

Erster Kapellmeister war Herr Hintringer aus Selzthal, der für jede Probe eine Fahrzeit von 10 Stunden in Kauf nehmen mußte. Erst später gelang es Herrn Hintringer nach Bischofshofen versetzen zu lassen. Die Proben fanden zu jener Zeit im ehemaligen Gasthof Reich (heute: Public) statt.

Richtig Fuß fassen konnte die Eisenbahnermusik aber erst 1899 durch Zuwanderung von ausgebildeten Musikern. Bürgermeister Nitsch bestätigte den Klangkörper 1909 als Ortsmusikkapelle, und in diesem Jahr erfolgte auch die erste Ausrückung in Pongauer Tracht. Zum Landesschützenfest in Obertauern 1913 wurde von Radstadt aus mit Pferde- und Ochsengespann gefahren. Am 29. Juli 1914 stand die Musikkapelle schon am Bahnhof zur Abfahrt nach St. Gilgen bereit, doch durfte wegen der Ermordung des Thronfolgers in Sarajevo die Fahrt nicht angetreten werden. Die beiden Weltkriege brachten schwierige Zeiten für die Musik, die aber überwunden werden konnten.

In der schweren Wirtschaftskrise schlossen sich mehrere Musiker zusammen, alle arbeitslos, die in Gasthäusern für eine kleine Jause und freiwillige Spenden spielten. 1938 wurde die Musikkapelle SA-Betriebsmusik. Der Kassier Turschitz wurde 1943 zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die erste Uniformbeschaffung (ÖBB) konnte Kassier Wimmler in Wien nur mit Bewilligung der russischen Kommandanten durchsetzen.

Es folgten Reisen nach Belgien 1963, Jugoslawien 1965, Frankreich 1971, sowie zahlreiche Fahrten nach Deutschland. Unter Obmann Alois Schein konnte zwischen 1978 und 1981 das erste vereinseigene Musikheim (am Bahnhofsplatz) errichtet werden, dass leider aus verkehrspolitischen Gründen 2001 abgerissen werden musste. In nur einjähriger Bauzeit errichteten die MusikerInnen unserer Musikkapelle unter Obmann Matthias Steger und Kassier Johann Gruber ein neues, zukunftsweisendes Musikheim am Freizeitweg, welches im September 2001 offiziell eingeweiht wurde.

 

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